„Jeder Mensch ist einzigartig“

Katja Bieche studiert Medien- und Kommunikationswissenschaften in Klagenfurt, macht ihre Ausbildung zur Personal Fitness-Trainerin in Graz, arbeitet an ihrer Journalisten-Karriere sowie daran ihr eigenes Sportstudio zu eröffnen, tanzt leidenschaftlich, singt und ganz nebenbei hat sich die 20-jähriger Wölfnitzerin am 15. April den Titel „Miss Kärnten 2016“ geholt. Wir haben mit der sympathischen Blondine gesprochen und wollten von ihr wissen, was ihre Motivationsquellen sind und wie man seinen eigenen Schweinehund überwindet. Ein Gespräch über Schönheit, Einzigartigkeit und wie man mit Kritik richtig umgeht.

Liebe Katja, erstmals Gratulation zu deiner Wahl zur Miss Kärnten 2016. Wie fühlst du dich als frisch gebackene Schönheit des Südens?

Ich fühle mich hervorragend. Jetzt nach ein paar Tagen, konnte ich es erst richtig realisieren. Ich bin wirklich sehr stolz darauf, mich Miss Kärnten 2016 nennen zu dürfen und freue mich darauf, ein Jahr lang in dieser Funktion dieses wunderschöne Land nach außen vertreten zu dürfen.

Wie kam es eigentlich dazu, dass du überhaupt bei den Wahlen mit dabei warst, war das ein Ziel von dir?

Ich habe schon immer in den Medien verfolgt, wer gerade die aktuelle Miss Kärnten war und hab es schon immer spannend gefunden zu sehen, wie unterschiedlich einzigartig jede einzelne ist. Vor einigen Jahren hätte ich mir nicht gedacht, jemals einen Missen-Titel zu haben. Dafür freue ich mich jetzt umso mehr darüber. Nachdem ich bei der Produktion des „Kärnten Werbung“-Trailers mitwirken durfte, habe ich mir gedacht, dass es ein großer Spaß und wahnsinnig toll wäre, dieses Land als Miss selbst zu präsentieren. Unterstützt von Freunden habe ich mich entschlossen, mich beim Casting zu melden und hatte anscheinend ein großes Glücksengerl.

Jetzt ehrlich: Viele sehen dich – bzw. euch Missen – nur auf der Bühne. Aber wie viel Arbeit steckt dahinter?

Natürlich muss man im Leben investieren, um etwas zu erreichen. Von nichts kommt nichts, und das ist auch gut so. Auf die Wahl wurde wir super vorbereitet. Wir hatten Fitness- und Ernährungscoaching mit Jasmin Neuhauser, durften mit unseren Kooperationspartnern toll zusammenarbeiten und hatten die große Ehre, mit Nika Basic das Laufstegtraining zu absolvieren. Die Fotoshootings nach der Wahl waren zwar anstrengend, aber es hat großen Spaß gemacht und sich gelohnt.

Was war dein erster Gedanke, als du auf der Bühne gestanden bist und dein Name beim 1. Platz aufgerufen wurde?

Als ich hörte, dass die Startnummer 1, also ich, den ersten Platz machte, war ich im ersten Moment wie in Trance. Ich war wirklich einfach nur glücklich, realisierte gar nicht was gerade passierte und konnte nicht mehr zum Grinsen aufhören.

Jeder Mensch ist einzigartig, deshalb ist es fast unmöglich, dass sich alle mögen

Zu einem ernsteren Thema: Auf deiner Facebook-Page und auf anderen Kanälen gab es auch schon viele negative Kommentare. Wie gehst du damit um?

Jeder Mensch ist einzigartig, mit all seinen Fähig- und Fertigkeiten. Daher ist es auch fast unmöglich, dass sich alle Menschen mögen, sympathisch finden etc. Es ist völlig in Ordnung, wenn Menschen ihre eigene Meinung haben und diese auch Kund tun. Allerdings wäre es doch viel produktiver und respektvoller, wenn das in einem normalen, respektvollen Tonfall geschehen würde. Wahre Schönheit kommt von Innen und Schönheit generell liegt immer im Auge des Betrachters.

Woher glaubst du kommt diese Wut auf den diversen Online-Kanälen?

Weil es für viele Menschen einfacher ist vermeintlich anonym ihre Meinung zu sagen, als jemandem direkt ins Gesicht.

Aber es gibt bestimmt auch ein Leben abseits von Miss Kärnten: Was machst du sonst so, erzähl mir ein bisschen was über dich.

Ich studiere Medien und Kommunikationswissenschaften und bin damit auch gut eingeteilt. Meine große Liebe ist jene zum Sport. Ich trainiere jeden Tag 90 bis 120 Minuten, gleich in der Früh nach dem Aufstehen, da ich ein Morgenmensch bin, und das auch liebe. Am Wochenende bin ich dann meistens in Graz, da ich dort meine Ausbildung zur Personal Fitnesstrainerin mache. Neben Sport und Uni, verbringe ich so viel Zeit wie möglich mit meinem Schatz und meiner Familie, die ich über alles liebe.

Was ist deine größte Motivation in deinem Alltag, was oder auch wer motiviert dich am meisten?

Meine Größte Motivation für alles in meinem Leben, ist mein innerer Schweinehund. Das Fitnesstraining hilft mir sehr dabei, denn wenn man Erfolge sieht und merkt, motiviert das einen wirklich sehr und es spornt an nie aufzugeben. Außerdem sind meine Eltern, Geschwister und meine große Liebe Manuel meine großen Vorbilder und motivieren mich, aus meinem Leben etwas zu machen – da sie für mich perfekt sind, so wie sie sind und in all dem was sie erreicht haben.

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Ich höre heraus, es gibt schon einen „Mr. Kärnten“ an deiner Seite?

Ja, es gibt einen „Mr. Kärnten“ (lacht). Seit 2 Jahren bereits. Und das wird auch so bleiben, denn er hat den absolut größten Platz in meinem Herzen.

Du bist unglaublich konsequent, wie schaffst du es so einen strikten Trainings- und Ernährungplan einzuhalten?

Wenn man ein Ziel verfolgt, dann fällt es einem auch nicht schwer am Ball zu bleiben. Das ist alles eine Sache der Einstellung und wenn man es wirklich will, schafft man es auch. Außerdem macht es mir großen Spaß, deshalb ist das für mich schon zur Normalität geworden.

Mit Maß und Ziel, nicht mit Masse und Ziel.

Ich zum Beispiel werde bei jedem Burger schwach – welche Tipps hast du für mich, um mich ein bisschen mehr für Sport zu begeistern?

In erster Linie musst du es immer wollen. Es ist sinnlos jemandem etwas aufzuzwingen. Auf Burger muss auch in einem sportlichen Leben nicht verzichtet werden. Halt nach dem Motto: Mit Maß und Ziel, nicht mit Masse und Ziel. Um fit im Alter zu sein und gesundheitliche Probleme reduzieren zu können, finde ich es immer gut, wenn man sich in seine Zukunft versetzt und sich denkt, möchte ich gesund sein oder nicht? Das regt oft zum Nachdenken an – und schon dreht man eine Runde mehr an der frischen Luft (lacht).

Wie ernst darf oder muss man das Business rund um den Körper nehmen? Ist das alles nur eine Show?

Ich denke das ist jedem Menschen selbst überlassen, wie wichtig ihm das Thema ist. Das Wichtigste ist doch, dass man sich in seinem Körper wohl fühlt und das auch ausstrahlt.

Was sind deine Ziele für die kommenden Jahre?

Mein Ziel ist es als Journalistin zu arbeiten und nebenbei ein Sportstudio mit meinem eigenen Fitnessprogramm eröffnen zu können. Auch gesanglich habe ich einiges vor, möchte mit meiner Stimme arbeiten. Und ich hoffe, dass sich meine Träume erfüllen.

Wie sind deine Ziele für die Miss Austria-Wahl?

Jede Miss aus jedem Bundesland ist toll, so wie sie ist. Im Endeffekt entscheidet die Jury, wer schlussendlich Miss Austria wird. Ich freue mich auf die Erfahrungen, die ich dort sammeln darf und auf die neuen Kontakte.

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Wie definierst du den Begriff „Held“?

Ein Held ist für mich ein Mensch, der für andere Menschen durch sein Tun und Handeln ein Vorbild darstellt, und andere dazu bringt, nicht nur an sich selbst, sondern auch an andere Menschen zu denken und sich für die Allgemeinheit einsetzt.

Würdest du dich als Heldin bezeichnen?

Heldin ist ein sehr großes Wort. Wenn mich manche als Vorbild nehmen, freut mich das sehr, noch mehr wenn ich sie motivieren und unterstützen kann. Ich möchte noch viel lernen und gebe mein Bestes. Heldentum liegt immer im Auge des Betrachters.