“I bin I und I werd nie a andrer werdn!”

Mit dieser Textzeile aus seinem Song “Vom Falln und Fliagn” lässt Mundartmusiker K.WIENA aufhorchen. Mit seinem gleichnamigen Debut-Studioalbum hat der Kärnter Wiener oder eben “Ka Wiena” ganz viel vorgelegt. „Vom Falln und Fliagn“ (erschienen auf dem Label MUND.ART RECORDS) ist ein unüberhörbares Zeichen dafür, dass nun endlich wieder die Zeit des aufmüpfigen und provozoerenden Austropops gekommen ist.

„Vom Falln und Fliagn“ passt perfekt in unsere Zeit
Der Song erzählt den Alltag aus Sicht eines manisch-depressiven Menschen, der nicht nur mit seiner Krankheit kämpft, sondern auch um die Akzeptanz in der Gesellschaft ringt. Denn im Grunde möchte jeder von uns nur eines: Akzeptiert und wahrgenommen werden so wie er/sie ist. Die Botschaft lautet also: Hinschauen und unterstützen, nicht wegdrehen und ignorieren.

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“Nachhaltige Musik” am Zahn der Zeit

“Es ist ein Album über die Hochs und Tiefs, die aktuell näher beieinander liegen als je zuvor. Der langwierige Kampf gegen den fast unsichtbaren Feind Corona hat den Blick endlich auf die psychischen Herausforderungen gelenkt, mit denen wir heutzutage konfrontiert sind. Das möchte ich in den Vordergrund rücken. Ich will aber auch unterhalten und dabei zum Nachdenken anregen. Wer meine Musik hört, soll zuerst eingelullt werden, sich zwischen den wohligen Tönen entspannen bis er merkt: Hoppla, zwischen den flauschigen Klangwolken pickt eine manchmal unbequeme Message. Und dann ist es schon zu spät, dann sind die Leute schon im Nachdenkprozess gefangen. Und das ist gut so”, sagt K.WIENA.

Wer und was ist K.WIENA?

K.WIENA ist jung und doch so alt. Er holt aus den goldenen 80ern zurück, was zwischen Elektropop und Schlagerzelt fast vergessen wurde: Mundartmusik, die international sein darf, die ausbricht aus dem Korsett der Heimattümelei. Es ist eine dialektische Fantasiewelt, die durch die Vermischung des Kärntnerischen mit dem Wienerischen auf ganz natürliche Weise passiert. K.WIENA ist nicht aufgesetzt, K.WIENA ist im besten Sinne „gesetzt.“ Unaufgeregt ehrlich, pur, gefühlvoll, lustvoll – und immer mit „an Schmäh“. Als Zuhörer wird man in eine rockige Klangwelt katapultiert und bleibt mit einem Ohr doch am lodernden Lagerfeuer vor der Almhütte.

K.WIENA wurde im Jahr 2019 von Florian Schauer-Bieche gegründet. Der Werbetexter zupft seit 2002 die Gitarre – und widmet sich mit einer großen Leidenschaft und Hartnäckigkeit dem Songwriting. Dass der gebürtige Klagenfurter heute Mundartmusik macht und noch dazu in einem “K.Wienerischen” Dialekt, ist einem Zufall geschuldet, der bis nach Los Angeles führt. Dort erkennt er, dass der österreichische Schmäh im Englischen keinen Platz hat. Er unterlegt einige seiner bereits bestehenden Texte mit eingängigen Melodien und siehe da: Es klingt nach was. Für den endgültigen Schritt ins Musikprofitum sorgt letztendlich die Begegnung mit Didi Baumgartner (Die Wödmasta, Alkbottle, Peter Cornelius), der ihn zum großen Schritt ins Studio ermutigt und in Folge zu seinem Produzenten wird. Das Debütalbum “Vom Falln und Fliagn” ist auf dem eigenen Label MUND.ART RECORDS erschienen.

K.WIENA. Credits: Thomas Podobnig
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