Ein Klodeckel, der zur kleinsten Steadycam der Welt wurde

Abwechslung wurde Wolfgang Fallmann, dem Erfinder von Stabylizr, bereits in die Wiege gelegt. In Tirol geboren, kam er als Kleinkind nach Kärnten, wo er nicht nur den Dialekt rasch annahm, sondern die Basis für seine technische Karriere schuf. Nach der Fachschule für Elektrotechnik arbeitete er als Elektriker, bis ihn der Ehrgeiz packte und er 2003 sein Maschinenbaustudium in Wien begann. 2007 war er Teil des Gründer-Teams von Formula Student, entwickelte im Rahmen seiner Diplomarbeit eine Innovation für den Rennsport, startete eine Karriere an der TU und nebenbei noch ein Wirtschaftsstudium. Weil ihm das alles nicht reichte, erfand Wolfgang 2014 beim Wakeboarden den kleinsten und leichtesten Kamerastabilisator, eine Mini-Steadycam: aus einem Klodeckel, seinen Inline-Skates und einem Bügel für Blumentöpfe. Anfang 2015 machte er sich mit seiner Idee, Stabylizr, selbständig.

Unterstützt wird er von Miriam Boubachta. Die 26-jährige Wienerin hat nicht nur ihr Masterstudium binnen kürzester Zeit absolviert, sondern bereits in jungen Jahren für ein internationales IT-Unternehmen gearbeitet. Weil sie die Abwechslung genau so braucht wie Wolfgang, startete sie 2014 eine Semi-Weltreise nach Afrika, Südamerika und Amerika. Zurück in Wien, kam sie mit Wolfgang in Kontakt und ist seither Teil des Stabylizr-Teams. Gemeinsam bereiten sich die beiden auf Großes vor. In erster Linie auf den Launch der Crowdfunding-Kampagne im Februar 2016.

Lieber Wolfgang, für knapp 33 Jahre (Anmerkung: erst am 20.11.2015) hast du schon ziemlich viel gemacht und erlebt. Alles nur, weil du den Elektrikerberuf an den Nagel gehängt und den Weg nach Wien gewählt hast?

Wolfgang: Elektriker war nicht mein großer Berufstraum, also musste ich mir was einfallen lassen. Beim Bundesheer hab ich jemanden kennen gelernt, der meinte, ein Studium wär’ super, da müsse man nicht viel tun. Das klang damals ziemlich gut (lacht). Im Jahr 2003 habe die Studienberechtigungsprüfung abgelegt und mit dem Maschinenbaustudium begonnen. Das hat dann doch ein bisschen gedauert, da ich 2007 noch das Formula Student Team gegründet habe.

Was ist das Formula Student Team?

Wolfgang: Das ist ein internationaler Wettbewerb für Studenten, die gemeinsam ein Rennauto bauen und im Wettbewerb gegeneinander antreten. In Graz hat es das schon gegeben, in Wien war ich einer der Mitgründer. Dadurch bin ich mit einer oberösterreichischen Firma im Faserverbundbereich in Kontakt gekommen, mit der ich gemeinsam das Produkt meiner Diplomarbeit entwickelt hatte.

Was darf ich mir unter “Produkt deiner Diplomarbeit” vorstellen?

Wolfgang: Im Anschluss an die Formula Student habe ich, im Zuge meiner Diplomarbeit die DTM Flexdisc entwickelt.  Bevor du fragst: das ist ein flexibles Kupplungselement für Fahrzeuge im Motorsport. Das ist seit 2012 übrigens in jedem DTM Auto Standard. Darauf bin ich stolz.

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Foto: Markus Neubauer

Wow. Dennoch kann ich, als Nicht-Techniker, mit dem Begriff Kupplungselement noch nicht viel anfangen.

Wolfgang: Bei Rennautos gibt es eine Fahrzeuglängsswelle, um die Kraft vom Motor der vorne verbaut ist  auf die Hinterräder zu übertragen. Das Problem ist , dass durch Fertigungstoleranzen der Motor und das Getriebe nie optimal ausgerichtet sind. Da gibt  es einen so genannten Winkelversatz. Damit man diesen Winkelversatz ausgleichen kann, verwendete man früher Kardangelenke. Die sind aber groß und schwer. Bei der Beschleunigung zählt natürlich möglichst wenig Masse  zu haben. Die Flexdisc, die wir entwickelt haben bestehen aus Kohlenfasern und Glasfasern und erreichen eine Gewichtsersparnis von über 90  Prozent. Die Disk ist mittlerweile eine Standardteil im DTM Rennsport.

Hast du da Anteile am Patent?

Wolfgang: Es hat keine Patentanmeldung gegeben, aber auch wenn, war ich damals noch zu wenig wirtschaftlich orientiert. Daran hätte ich gar nicht gedacht (lacht).

Die Wirtschaftsausbildung hast du ja auch noch nachgeholt, oder?

Wolfgang: Ich habe nach der Diplomarbeit in der TVFA zu arbeiten begonnen. Das ist eine Tochter GmbH der TU Wien. Insgesamt 4 Jahre war ich dort. Nach dem zweiten Jahr hat mich der Ehrgeiz gepackt. Da ich bis zu dem Zeitpunkt eine rein technische Ausbildung hatte, entschied ich mich für Technisches Management, um die wirtschaftliche Grundausbildung zu bekommen. Ich habe das Studium gerade vor zwei Wochen abgeschlossen.

Gratulation. Gerade richtig zum Start deines Start-ups. Wann hat die Sache mit Stabylizr eigentlich begonnen?

Wolfgang: Im Sommer 2014.

Miriam: Ganz genau am 14. Juli, wir haben erst gestern das genaue Startdatum erforscht (lacht)

Warum wisst ihr das so genau?

Wolfgang: Das ist das Datum der Rechnung aus dem Baumarkt. Das weiß ich deshalb, weil es zwei Tage nach dem Kauf meiner ersten GoPro war. Ich war mit der Bildqualität unzufrieden, weil alles verwackelt war. Also habe ich einen Bügel für einen Blumentopf gekauft, aus dem ich einen Stabilisator gebaut habe.

Stabylizr

Die Website des kleinsten Kamerastabilisators der Welt
Klingt stark nach McGyver – wie kann man aus einem Bügel einen Kamerastabilisator bauen?

Wolfgang:  Naja, es war nicht nur der Alu-Bügel. Ich hab mir noch einen einfachen Fahrrad-Griff gekauft, eine Do-it-yourself-Anleitung aus dem Internet geholt, meine Inline-Skates zerlegt, damit ich ein Kugellager habe, um die Beweglichkeit zwischen Griff und Bügel zu ermöglichen. Und damit war der erste Prototyp fertig. Er war zwar sperrig und anfällig für windiges Wetter, aber er erfüllte seinen Zweck. Ich habe ihn gleich beim Wakeboarden ausgetestet, worauf zwei andere zu mir kamen und fragten, ob ich ihnen nicht auch so etwas bauen könnte. Da hab ich gemerkt, dass das eine Marktlücke sein könnte.

Das war damals der Grundstein für dein Start-up?

Wolfgang: Nein, noch gar nicht. Damals dachte ich noch nicht daran, daraus ein Business zu machen. Ich habe die Idee zunächst gar nicht weiter verfolgt, bis ich am Ende der Saison noch ein paar Videos drehen wollte. Also bin ich mit dem Teil wieder raus aufs Wasser. Es hat alles super geklappt, nur leider habe ich das Gewicht unterschätzt und bei der zweiten Welle versank mein Prototyp inklusive der teuren Kamera im Wasser. Ich habe mich so darüber geärgert, dass ich mir vorgenommen habe eine Alternative zu finden, mit der man seine Kamera nicht versenkt. Außerdem gab es da ein zweites Problem: ich musste es schaffen, den Kopf des Stabilisators noch ruhiger zu machen.

Den “Kopf ruhiger machen”? Erklär mir bitte kurz wie so ein Stabilisator funktioniert.

Wolfgang: Der eigentliche Stabilisator-Kopf, an dem die Kamera befestigt ist, muss sich langsamer bewegen als der Rest, damit die Bilder stabil sind und nicht verwackeln. Beispielsweise, wenn ich den Stabylizr in meiner Hand schnell auf und ab, nach links und nach rechts bewege, dabei hüpfe und springe, muss der Kopf des Stabilisators, also das Teil, das am Ende des Griffs befestigt ist, diese Bewegungen dämpfen. Der Sinn eines Stabilisators (lacht).

„Ich habe um 20 Euro einen Klodeckel gekauft und die Rotationsdämpfer ausgebaut. Dadurch konnte ich den Prototypen bauen.“

Und wie hast du das gelöst?

Wolfgang:  Mit einem Klodeckel.

Wolfgang Fallmann
Wie bitte, das Geheimnis hinter deiner Erfindung ist ein Klodeckel?

Wolfgang:  Naja nicht ganz, nur grundsätzlich (lacht). Schau, ich wusste, dass das Problem ein Schwingungsproblem ist. Mit solchen Dingen habe ich mich meine ganze Karriere beschäftigt. Also brauchte ich einen Rotationsdämpfer. Der war mir aber zu teuer. Also habe ich überlegt, wo man die sonst noch bekommen kann. Mir fiel ein, dass Rotationsdämpfer auch bei automatisch schließenden Klodeckeln verwendet werden. Also habe ich um 20 Euro einen gekauft und die zwei Rotationsdämpfer ausgebaut. Ganz einfach. Dadurch konnte ich den Prototypen bauen, der heute Stabylizr ausmacht. Das war dann der Grundstein.

Wann hast du dich mit der Idee dann selbständig gemacht?

Wolfgang:  Als ich bei den ersten 3D-Modellen, die ich mit einem 3D Drucken entwickelt hatte gesehen habe, dass die Idee auch funktioniert. Das war Anfang 2015. Also habe ich im März meinen Job gekündigt und mich zu 100 Prozent Stabylizr gewidmet.

Hast du alleine gegründet?

Wolfgang: Nein, damals war noch ein Studienkollege dabei, mit dem ich das machen wollte. Leider war er aber nicht so risikofreudig. Allerdings habe ich noch jemanden gebraucht, mit dem ich das Start-up aufziehen konnte. So bin dann auf Miriam aufmerksam geworden. Jetzt ist die Aufteilung perfekt. Miriam macht Marketing und Social Media und ich mache Produktentwicklung und Produktdesign.

Miriam, wie bist du eigentlich in die Start-up Szene gekommen?

Miriam: Ich war zuerst auf der HTL, habe dann Medienmanagement studiert und ein Praktikum bei einer großen IT-Firma gemacht. Dort bin ich dann übernommen worden und habe im Projektmanagement gearbeitet. Aber eigentlich wollte ich noch ein bisschen Reisen und habe das gesamte letzte Jahr mit Reisen verbracht.

Oh, eine Weltreise?

Miriam: Eine Semi-Weltreise. Ich war in Afrika, Südamerika und Amerika. Währenddessen habe ich Pläne für meine eigene Sache geschmiedet. Ich habe auch eine Ideenliste geführt, aber es war irgendwie nicht das Richtige dabei. Ich hätte auch zum IT-Unternehmen zurück können, habe mich aber dagegen entschieden. Dann bin ich durch Zufall mit Wolfgang in Kontakt gekommen (lacht).

Frauen und Wirtschaft, Frauen und Technik. Ein ziemlich altbackenes Thema. War das für dich je von Bedeutung?

Miriam: Nein gar nicht. Als ich mich für die HTL entschieden habe, war das aus Interesse. Aber nicht weil ich einen anderen Weg nicht spannend gefunden hätte. Meine Alternative war die Modeschule. Das Problem bei dieser “Frauen in der Technik”-Geschichte ist, dass es zu stark hervorgehoben wird. Eigentlich sollte es doch normal sein.

Miriam Boubachta, Foto: Markus Neubauer

Miriam Boubachta, Foto: Markus Neubauer

Das heißt, das Hervorheben ist eher Diskriminierung, als es einfach zu akzeptieren?

Wolfgang:  Das geht sogar noch weiter. Es gibt Förderungen, die ausgeschüttet werden, wenn speziell Frauen ein Projekt umsetzen. Eigentlich wiederum eine umgekehrte Diskriminierung.

Miriam: Österreich hinkt hier sicher noch nach, vor allem gegenüber den nördlichen Ländern. Frauen wird noch zu wenig Selbstbewusstsein in der Ausbildung mitgegeben. Zu Früh müssen Entscheidungen, wie etwa die Wahl zwischen technischem und Textil-Werken, getroffen werden, was zum Ausschluss gewisser Berufswege führt. Meine Mutter ist eine Bastlerin und ich war daher immer nah an der Technik dran (lacht).

Was anderes, wie wichtig ist der Gender-Mix in einem Team für euch?

Miriam: Ich halte wenig von Quoten, es muss persönlich stimmen. Es sollte nach Qualifikation und Eignung gehen und nicht nach einer Vorgabe. Aber klar, hierzulande passiert viel auf dem Prinzip der Freunderlwirtschaft und nachdem Frauen nicht so viel unterwegs sind wie Männer, können sie schon manchmal benachteiligt werden. Aber andererseits: das Leben ist kein Ponyhof (lacht).

Man weiß nie, ob eine Idee auf dem Markt funktioniert. Das muss man ausprobieren.

Apropos kein Ponyhof, die Selbständigkeit ist ja auch nicht der einfachste Weg, wenn man dem gängigen Vorurteil hierzulande glauben mag. Wolfgang, war es eigentlich dein Wunsch selbständig zu werden?

Wolfgang: Das hat sich eigentlich erst entwickelt. In meiner Jugend habe ich auch immer eingetrichtert bekommen, man muss einen sicheren Job finden, in dem man gut verdient. Ich hatte so einen Job und der Schritt zu kündigen war natürlich nicht einfach. Man weiß nie, ob eine Idee auf dem Markt funktioniert. Das muss man ausprobieren. Bis lang habe ich aber keinen einzigen Tag bereut. Natürlich verdient man als Maschinenbauer sehr gut und als Start-up-Gründer steht du am Anfang vor dem finanziellen Nichts. Aber die Erfahrungen, die man macht und was man lernt, das kann einem keiner nehmen. Ich habe keine Angst vor dem Scheitern.

Mit deinem Background hast du auch ein gutes Sicherheitsnetz, wenn man so denkt. Aber ist das überhaupt eine Option, ein Plan-B Schema?

Wolfgang: Das, was wir hier schaffen, wird funktionieren. Das geht ja weit über den Stabilisator hinaus. Wir haben da noch wesentlich mehr Ideen auf Lager.

Was motiviert dich, jeden Tag hierher in die Phorusgasse in das Frequentis Gründerzentrum zu kommen und an deinem Projekt weiterzuarbeiten?

Wolfgang: Es macht einfach Spaß. Natürlich arbeiten wir hier oft 80 Stunden pro Woche, aber es fühlt sich nicht wie Arbeit an. Als ich noch Angestellter war, bin ich manchmal aufgestanden und habe mir gedacht: Nein, heute will ich nicht. Das habe ich jetzt überhaupt nicht mehr. Ich weiß nicht, woran das genau liegt, vielleicht das Start-up-Leben, die Möglichkeit, eine eigene Idee umsetzen zu können oder vielleicht auch die Tatsache, dass man mit wenig Geld auskommen muss (lacht).

Glaubt ihr, dass jeder einmal versuchen sollte selbständig zu sein, oder muss man dafür ein eigener Typ sein?

Wolfgang: Was man sagen muss ist, dass wir beide berufstätig waren und eine gewisse Berufserfahrung mitbringen. Ein Start-up gleich aus der Uni heraus zu gründen ist doch nicht immer so einfach, denke ich mir.

Miriam: Es gibt schon gewisse Prozesse und Strukturen, die wir aus unserer Erfahrung mitnehmen die ihre Berechtigung haben, aber wenn es nur noch darum geht Berichte zu schreiben und Prozesse zu erfüllen, ist das auch nicht das Gelbe vom Ei. In einem Start-up muss man sehr entscheidungsfreudig sein.

Wolfgang: Man darf keine Angst vor dem Scheitern haben, die in Österreich so stark ausgeprägt ist. Man kann immer nur lernen. Selbst wenn man das ganze Geld versenkt, ist man um sehr viele Erfahrungen reicher.

Zurück zum Projekt: Habt ihr ein Patent auf Stabylizr?

Wolfgang: Ja, seit 2. September ist es eingereicht.

Miriam: Das ist wichtig. Viele Investoren wollen ein Patent sehen, um zu sehen, dass das System funktioniert und einen Innovationscharakter hat.

Weil du gerade über Investoren sprichst: wie habt ihr vor das Ganze zu finanzieren?

Wolfgang: Wir bereiten uns gerade auf den großen Launch unserer Crowdfnding Kampagne im Februar 2016 vor. Mit der erfolgreichen Kampagne startet dann die Produktion.

Warum eigentlich Crowdfunding?

Miriam: Da spielen viele Faktoren mit. Bislang haben wir zwar positives Feedback und viele Interessenten, durch die Crowdfunding Kampagne können wir gleich testen, ob der Markt dafür bereit ist und ob die Leute bereit sind, auch dafür zu zahlen.

 

Ab wann kann man Stabylizr dann kaufen?

Wolfgang: Im Februar, im Zuge der Crowdfunding Kampagne, kann man den Stabylizr bestellen. Wenn alles glatt läuft, sollte das Tool Ende Februar ausgeliefert werden können.

Was habt ihr dann weiter geplant, einen Onlineshop?

Miriam: Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder verkaufen wir direkt über E-Commerce Plattformen, Großhändler oder wir bauen einen eigenen Vertrieb auf.

Wolfgang Fallmann mit seinem Stabylizr, Foto: Markus Neubauer

Wolfgang Fallmann mit seinem Stabylizr, Foto: Markus Neubauer

Habt ihr eigentlich auch Marktforschung betrieben?

Wolfgang: Natürlich haben wir uns umgehört und Leute befragt sowie Marktanalysen gemacht. Dabei sind wir dann draufgekommen, dass es so ein einfaches Stabilisierungssystem wie Stabylizr bis dato noch nicht gibt. Außerdem sind wir mit vielen Profis in Kontakt, die ebenfalls ganz begeistert sind.

Miriam: Unser Prototyp wurde bereits in einer Co-Produktion von ORF, Arte und Geyrhalter Film verwendet für ein paar Szenen bei dem Film “Hotel Sacher”. Die waren begeistert, was uns natürlich enorm freut. Der Markt ist da, sowohl im Sportbereich, aber auch im Profibereich, wo diese Actioncams und DSLR Kameras gerne als Zweitkameras eingesetzt werden. Der Punkt ist auch der: momentan ist das Produkt auf die GoPro ausgelegt. Langfristig ist allerdings eine Erweiterung geplant. Nicht nur mit dem Tool selbst, sondern auch andere, neuartige Produkte.

Wie definiert ihr den Begriff Helden?

Miriam: Menschen, die herausragende Leistungen erbringen, die weit über das Normale hinausgehen.

Wolfgang: Jemand, der etwas macht, was sich andere nicht trauen. Auch, um anderen damit zu helfen.

Würdet ihr euch als Helden bezeichnen?

Wolfgang: Ich weiß nicht, da denke ich immer gleich an Comic-Figuren. Ich würde mich nicht so bezeichnen.

Auch nicht als Alltagsheld?

Wolfgang: Das wär’ für mich eher jemand aus dem Sozialbereich. Ich würde einen Albert Einstein auch nicht als Held bezeichnen – oder schon?

Miriam: Naja, eigentlich schon. Alle renommierten Wissenschaftler haben etwas für die Gesellschaft gemacht, also sind sie schon Helden.

Ihr könnt auch gerne unsere Definition verwenden. Ihr seid schon Helden, weil ihr ein Produkt entwickelt, das vielen Freude bereite und das den Alltag eines Filmers enorm erleichtert.

Wolfgang: Na wenn das jemand anders über mich sagt, dann ok (lacht).

Miriam: Na gut, dann sind wir halt Helden (lacht).

Wolfgang: Wenn wir die 100.000 Euro bei der Crowdfunding Kampagne knacken, dann sind wir wahre Helden!