Japan aus der Sicht eines Laien

Japan, das Land der Samurai, Sushi und Anime … da ist doch noch mehr oder? Das waren meine Gedanken, als ich mich in England auf die Suche machte, um jemanden zu finden, der mich in das japanische Leben und die Kultur einführen könnte. Aufmerksam wurde ich dabei auf Kevin, einen sympathischen Japaner. Er bot mir Einblicke in eine Welt, die Lust auf Reisen und jeden Augenblick des Lebens macht…

Der Grund, weshalb ich dich um ein Interview über Japan gebeten habe war für mich, dass Informationen über Japan sehr rar sind.  Die westlichen Medien sind viel zu oft auf triviale Geschehnisse fokussiert, anstatt unseren Horizont zu erweitern. Wie würdest du das alltägliche Leben in Japan beschreiben?

So wie ich die Medien hier in England bis jetzt erlebt habe, gebe ich dir Recht. Nun ja, für uns Japaner ist es nicht selbstverständlich, dass wir ins Ausland gehen und andere Länder entdecken. Aber im Laufe der Zeit hat sich das geändert, da unsere Regierung mit verschiedenen Initiativen die Auslandserfahrungen für uns schmackhafter hat werden lassen. Allgemein würde ich sagen, dass die Atmosphäre sich gar nicht so sehr von der hier in England unterscheidet. Wenn wir auf etwas warten müssen, stellen wir uns in einer Schlange an, wir sind ein sehr höfliches Volk. Manchmal sogar zu höflich, da wir uns für alles entschuldigen. Da sehe ich eine Parallele zum Leben in Großbritannien, wo die Menschen auch diese höfliche Schüchternheit besitzen. Manchmal war es sehr amüsant dies hier zu beobachten, da ich nicht einmal ein Gespräch mit Fremden beginnen konnte.  Aber wenn ich sie dann auf Partys traf und sie etwas getrunken hatten, wurde es viel einfacher (lacht).

Was kannst du mir über die Jugend erzählen?

Wir haben unsere eigene Kultur, es gibt sogar einen eigenen Markt für Musik. Wir haben unsere eigenen Charts und die in Japan produzierte Musik ist am Beliebtesten. Es gibt verschiedene Musikrichtungen, eine davon ist J-Pop, welche den 2. größten Musikmarkt auf der Welt repräsentiert. Alles ist auf Japanisch erhältlich, die Trends, Designs ect. Wir versuchen unserer eigenen Kultur zu folgen und sie zu unterstützen, da wir sie ehren wollen. Es ist nicht so, als ob wir unsere Kultur beschützen, es ist nur oft schwierig für westliche Trends in Japan zu überleben, da wir verschiedene Interessen und Bedürfnisse haben. Das ist der Grund, weshalb westliche Strömungen und Kulturen sich nicht so effektiv ausbreiten.

Es ist ein sehr positiver Aspekt in unserer heutigen Zeit  sein eigenes Erbe zu sichern. In der westlichen Welt gleichen sich die verschiedenen Kulturen immer mehr aufgrund der sogenannten „Westernization“. Welchen Anteil seiner eigenen Kultur schätzt dein Volk am Meisten?

Wie du bereits meinst, breitet sich die westliche Kultur überall aus, aber Japan hat das Talent andere Kulturen in sich aufzunehmen und sie so zu übernehmen, dass sie sich der eigenen Tradition und Lebensweise anschließen. Nehmen wir unsere Sprache. Es existieren drei verschiedene Elemente: Hiragana, Katakana und Kanji. Wörter außerhalb unserer Sprache zum Beispiel aus dem Spanischen oder dem Englischen werden umgewandelt zu Katakana Wörtern. Chinesische Wörter werden in Kanji implementiert. Für uns ist das eine hervorragende Möglichkeit andere Sprachen zu verstehen und kennen zu lernen. Außerdem können wir sie auf diese Weise in unseren Lebensstil integrieren. So haben wir auch gelernt andere Essenskulturen anzunehmen. Ein Beispiel hierfür ist „Ramen“ aus China.

Frauen sind normalerweise zu Hause.

Eine Frage bezüglich der Wirtschaft. In vielen europäischen Ländern sind wir mit einer immer größer werdenden Lücke zwischen arm und reich konfrontiert. Hat Japan das gleiche Problem?

Teilweise ist das zutreffend. Wenn wir uns aber mit England vergleichen, sehen wir, dass diese Spanne dort größer ist. Natürlich haben wir unsere Probleme und besonders in den Städten müssen wir uns Aufgaben wie Obdachlosigkeit oder Armut stellen. Die Lücke wird immer weiter, aber wir haben immer noch mehr Bürger in der Mittelklasse, was eindeutig ein Vorteil ist, da sie die Wirtschaft stabilisieren. Eine andere Herausforderung ist die zurückgehende Geburtenrate. Wir haben ein Rentensystem, welches auf Abgaben aus den Löhnen der arbeitenden Schicht basiert. Aber durch die schrumpfende Zahl an Geburten, sehen wir uns mit dem Problem konfrontiert, dass es uns nicht mehr möglich ist, die ältere Generation zu finanzieren. Wir versuchen dies durch eine Änderung des Familienbildes zu verbessern. Frauen sind normalerweise zu Hause. Unser Premier Minister will nun den Arbeitsmarkt attraktiver für Frauen gestalten, damit auch sie die Chance bekommen einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden.

Wie ist die derzeitige Beziehung zu China?

Nicht allzu positiv. In beiden Ländern wird derzeit gegen das jeweilige andere Volk gehetzt. Beide Regierungen haben Schwierigkeiten miteinander zu kommunizieren. Darum ist es auch für Bürger aus beiden Ländern schwierig sich zu vernetzen und auszutauschen, da die Stereotypen und Vorurteile zwischen ihnen stehen.

Glaubst du es wird für beide Seiten möglich sein in Zukunft zusammen zu arbeiten?

Ich hoffe es. Es wäre eine großartige Chance, da vor allem China, Japan, Korea und Singapur gewaltiges wirtschaftliches Potential besitzen. Diese Nationen zusammen wären dazu fähig, den globalen Markt stark zu beeinflussen. Aber ich denke, dass es im Moment noch nicht möglich ist, da die Grenzen auf kultureller und staatlicher Ebene noch zu stark sind. Gerade Medien spielen eine große Rolle, da sie natürlich den Fokus auf die Tragödien setzen, die auf beiden Seiten passieren. Ein Beispiel hierfür ist, dass manchmal Chinesische Boote die roten Korallen vor den japanischen Küsten abtragen. Die Medien machen dann wieder ein Drama daraus, was aber beidseitig geschieht.

Was glaubst du, ist das Schönste an deinem Land?

Es ist die Sprache. Sie ist, wenn ich mich nicht irre, vor Kurzem zur schönsten Sprache der Welt gewählt worden. Viele meinen, dass unser Alphabet eines der ästhetischsten und intelligentesten ist. Wir haben auch viele verschiedene Ansätze, um uns auszudrücken, da wir eine hohe Auswahl an Wörtern und Vokabeln haben. Ich finde es auch schön, wie Japaner ihre Umgebung beschreiben und wie wir die Vielfalt um uns herum betrachten. Wir bewundern die Schönheit der Natur und am Meisten, die der Blumen. Das Beeindruckendste am Betrachten der Blumen ist, wenn ihre Blüten zu Boden fallen. Besonders gern schauen wir Kirschbäumen zu, wenn sie ihre Pracht verlieren. Dabei genießen wir ein Glas Sake (japanischer Schnaps). Wenn wir auf einer Sightseeing Tour sind, versuchen wir ein ganzheitliches Bild von unserer Umgebung zu bekommen und fokussieren uns nicht nur auf die Hauptattraktionen. Deshalb auch die Angewohnheit alles zu fotografieren. Wir wollen jeden Moment einfangen.

Wir versuchen auch die Einzigartigkeit der einzelnen Jahreszeiten zu würdigen.

Ich finde das eine wunderbare Einstellung zum Leben. Ich bemerke viel zu oft, wie Menschen in meiner Umgebung sich über ihre Umstände und ihr Leben beschweren, jedoch die sehenswerten Details um sich herum ausblenden.

Wir versuchen auch die Einzigartigkeit der einzelnen Jahreszeiten zu würdigen. Im Frühling das Blühen der Blumen, im Sommer das Meer und den Strand. In den Sommermonaten finden viele Feuerwerke und Festivals statt. Herbst schenkt uns die Farben der welkenden Blätter. Während eines unserer Herbstfestivals schauen wir auch einfach den Mond an und genießen ihn. Wobei im Winter unsere Freude im Bauen von Schneehäuschen besteht, die wir „Kamakuras“ nennen. In diesen Hütten bereiten wir spezielles Essen zu und genießen es mit unseren Freunden und Familie. In jeder Jahreszeit präsentiert sich Japan verschieden.

Wenn wir schon mal beim Thema Freunde und Familie sind, was glaubst du ist verschieden in Bezug auf Freundschaften zwischen Japan und Europa?

Das ist eine schwierige und interessante Frage. Selbstverständlich gibt es Unterschiede. Erstens sind wir in Japan sehr höflich, wenn wir neue Leute kennen lernen. Wir reden uns gegenseitig mit unseren Familiennamen an und dahinter folgt ein „San“. Wenn ich dich nun neu kennenlernen würde, würde ich dich mit „Gall-San“ ansprechen. Nach einer Zeit nur bei deinem Nachnamen und wenn wir uns schließlich besser kennen mit deinem Vornamen. Es gibt unzählige höfliche Anredeformen und es braucht lange, bis wir auf einem persönlichen Level angelangt sind. Bezüglich Gruppen ist es wichtig zu wissen, dass die „Clique“ bzw. die Gemeinschaft immer mehr als das Individuum zählt. Ein beschreibendes Szenario hierfür ist die Situation im Lehrsaal, wenn sich ein Professor erkundigt, ob noch jemand Fragen hat. Niemand würde sich melden, da jeder sich davor fürchtet unnötig Zeit der anderen in Anspruch zu nehmen oder sogar was Falsches von sich zu geben. Jeder wartet lieber ab und kommt dann am Ende der Stunde nochmal zum Professor. Diese Einstellung hat auch ihre negativen Seiten, da es schwierig ist ehrliches Feedback einzuholen. Viele Japaner tragen Masken über ihrem wahren Ich.

Wir stellen die Gruppe immer über unsere eigenen Bedürfnisse und würden daher nie jemanden mit unserer ehrlichen Meinung konfrontieren.

Wo liegt der Ursprung dieses Verhaltens?

Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, dass diese Eigenschaft bereits so lange in unserer Kultur existent ist, dass es schwierig wird ihren Ursprung ausfindig zu machen. Aber ich denke, dass unsere Mentalität bezüglich Gruppen dafür verantwortlich sein könnte. Wir stellen die Gruppe immer über unsere eigenen Bedürfnisse und würden daher nie jemanden mit unserer ehrlichen Meinung konfrontieren, wenn diese verletzend sein könnte. Wir fürchten uns davor, was unsere Clique von uns denken könnte und was hinter unserem Rücken geredet wird.

Verstehe, aber ich glaube in gewisser Weise hat jeder diese Angst. Richtig?

Definitiv!

Vorher meintest du, dass Japaner vor allem daran interessiert sind in ihrem eigenen Land zu bleiben. Inwiefern hat Japan dann Interesse am Weltgeschehen?

Ich würde sagen, dass wir nicht wirklich an Dingen interessiert sind, die uns nicht betreffen. Was in einem weiteren Kontext bedeutet, dass wir uns auf die Geschehnisse in unserem Land konzentrieren und auf unsere politische und soziale Struktur.

Zu welchen Ländern hat Japan die besten Beziehungen?

In erster Linie zu den USA, vor allem in Bezug auf Politik. Japan will diese Unterstützung nicht verlieren, da vor allem Korea und China auf dem Vormarsch sind. Ein Indikator für dieses Verhältnis ist die schier unglaubliche Anzahl an US-Stützpunkten in Japan.

Wir sind nun fast am Ende, welchen Namen würdest du diesem Interview geben?

Ich sehe mich selbst nicht als Experten über Japan, obwohl ich dort aufgewachsen bin. Japan hat so viele Gesichter. Ich glaube „Japan aus der Sicht eines Laien“ wäre passend.

Japan! Country of the Samurai, Sushi and Animes. This can´t be everything right? With this question on my mind I made my way to find someone who could introduce me to Japanese Culture and life. This is how I met Kevin, a likeable Japanese guy who awakened my wanderlust and gave me a whole new view on Japan…

The reason I am asking you for an interview is that we are not well informed about Japan at all. The Western media is far too often focussed on trivial happenings or events instead of broadening our horizons. This leads to my first question: How would you describe the daily life of young people in Japan?

I think you are right, as far as I experienced the media here in England. Well, it is not that usual for the Japanese people to go abroad or to discover other countries. But it became more popular recently as our government tried to make other countries interesting for us. The main atmosphere is not that difficult, I would say. For example, we are lining up in queues if we have to wait for anything and we try to be very polite. Sometimes maybe even too polite, as we say “sorry” for everything. I see a similarity to the UK where people also tend to have this polite shyness. It was sometimes really funny here in England because in certain situations I could not even have a conversation with people I had just met. But when they drank alcohol it was much easier… (laughs).

What about the young people? Which trends do you follow? Is it similar to the Western countries?

We have our own culture and even music business, especially when it comes to our charts and the most popular music in Japan. There is J-Pop, for instance, which is the second biggest music market in the world. Everything is in Japanese, all the trends, designs etc. We also do not try to follow the Western trends as we want to honour our own culture. We are not trying to protect our culture, it is just often difficult for Western cultures to survive in Japanese society because our needs and interests differ. That is why Western trends do not spread the same way as in other countries. The necessity of having Western trends to integrate or adapt to our culture helps keep our heritage secure.

It is a very positive aspect when you mention that it is really important to secure your own heritage. In the Western countries, cultures are becoming more and more the same due to „Westernization“. What would you say your people especially appreciate about its own culture?

As you say, westernization is pretty much everywhere, but Japan always had the talent to absorb other cultures and to adapt them so that they fit perfectly to its own culture. If you take a look at our language, you will see that we have three different elements implemented; Hiragana, Katakana and Kanji. Other words which exist in the Western society, such as from Spain or the US, get integrated by transforming them to Katakana words. Chinese words are transformed into Kanji. For us this is a very useful means of understanding other languages, but also of connecting them to our own lifestyle. Another aspect is that we learned to integrate different types of food in our society. One example is Ramen from China, which we integrated in our own culture of food.

Women were usually staying at home.

I have heard about Ramen, but have never tried it. One question concerning the economy: In several European countries we are currently facing the problem that the gap between rich and poor is becoming wider and wider. Is it the same in Japan?

Kind of, yes, but there is still a wider gap in the UK, for example, than in Japan. Of course we have our problems and in the big cities particularly we are facing homelessness as well as poverty. The problem is that the gap is slowly becoming bigger and bigger, but we still have more citizens in the middle class, which is an advantage, because they are stabilising the economy.
Another challenge is the decreasing number of babies in our society. We have a welfare system for pensioners in Japan which is financed by the salaries of the working society. But because the young population is shrinking, we face the problem of not being able to finance a growing older generation. We are trying to solve that problem by changing our social perception of how a family has to look. Women were usually staying at home. Our Prime Minister is now aiming to make the market more attractive for women so that they also get the possibility to find a good place to work.

I see the problem. How is the relationship between Japan and China?

Not that good, these days. The problem is that in both countries hate speeches against each other spread and both governments really have problems in communicating with one another. Due to these problems, it is also difficult for citizens of both countries to break down the stereotypes and prejudices.

Do you believe that it will be possible for both countries to work together in the future?

I hope so, it would be a great possibility as especially China, Japan, Korea and Singapore have massive economical potential. All four of them together would be capable of achieving a lot in the global market. But I think it is not currently possible — the borders on a cultural and governmental level are still too strong. Especially the media is a vital component in this game as they focus on the “tragedies” happening on both sides, of course. For example, Japan still has a lot of red corals hidden in its coasts and sometimes Chinese boats would come to steal them. The media immediately spreads the message that Chinese guys tried to steal our resources “again”. But this happens on both sides.

What do you think is the most beautiful fact or aspect of your country?

Hmm, I think it is the language. If I am not wrong, it was elected the most beautiful language in the world. Many say that our alphabet is one of most beautiful and intelligent in the world. But we have many ways of expressing ourselves, as there are various possibilities for each expression. I also like how Japanese people like to describe their surrounding and how we see the beauty around us. We really admire the beauty of nature and flowers. For us, the most amazing part about watching flowers is the moment when their petals fall to the ground. We usually have a glass of Sake (japanese alcohol) and simply like to watch a cherry tree, for example, while the petals of its flowers fall to the ground. When we are out sightseeing, we do not only focus on the best places recommended; we always try to capture everything that happens around us. This is the reason for our continuous attempts to take photos of every single thing we see.

We try to value the beauty of the seasons.

That´s a great approach towards life. I notice far too often that many people complain about their circumstances and their life. But many of us in the Western countries have closed our eyes and cannot see the beauty around us.

I agree. We also try to value the beauty of the seasons. In spring, we appreciate the blossom of the flowers. During summer, we have the ocean and enjoy the beach, and we also have fireworks and celebrations.Autumn gives us the colours of the falling leaves, which can be really awesome. During one of our festivals in autumn we simply look at the moon and enjoy it. And in winter, we enjoy the snow and build snow houses called Kamakuras. In these Kamakuras we make special food and enjoy it together with our friends or family. Japan is really different during each season.

Talking about friendship and family, what do you think is the difference between making friends in Europe and Japan.

That is a rather difficult but interesting question. Of course there are differences. First of all, in Japan we are very polite when we meet new people. We call each other by our family names and after the family names we put “San”. An example is if I get to know you, I would call you Gall – San, then only by your last name, and once we are more familiar with each other I would call you Raphael. We have many polite expressions and it takes some time until we are on a personal level. When it comes to making friends in Japan, it is important to know that groups are the center of our lives. The group always comes before the individual. A good scenario to explain this phenomenon is when a professor in the university asks a class during the seminar if someone has any questions. Nobody will reply as everyone fears stealing precious time from others by asking a stupid question. Everyone will rather wait until the end and approach the professor after the lecture to ask him then. But it also has its disadvantages. As we are a very polite people, it is hard to find someone to tell you their true opinion about how they feel and what they think. Many of the Japanese wear figurative masks to hide their feelings.

We always put the group first rather than focussing on what we really feel.

Where would you say this comes from?

I am not sure, to be honest, but I think it simply has been embedded in our culture for so long that it might be hard to figure out where these habits come from. But I think one of the reasons for this behaviour is that we always put the group first rather than focussing on what we really feel. For example, we would never say an opinion to someone which could be insulting ,as we fear that our group might be talking badly about us behind our backs.

I see, but I think in some ways I think everyone has this fear, don’t they?

Definitely!

You previously said that Japanese people are mainly interested in staying in their country and that they are not very keen on discovering the world. To what extent are the Japanese people interested in the rest of the world?

Hmm, usually I would say we are not really interested in things that do not affect us. Which means in a broader context that we are more concentrated on what happens in our country and in our political or societal world.

Which are the countries Japan has the best relations with?

I would say the US is in first place, especially when it comes to our political relationship. Japan does not want to lose the support from the US, as Korea and China, in particular, are rising as global powers. An indicator for this relationship is the huge name of US bases in Japan.

Which name would you like to give this interview?

I do not see myself as an expert about Japan, even though I grew up there. I mean, Japan has many faces. I think „A non-expert view on Japan“ would be fitting.

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