Ein Leben in der Traumfabrik

Harald Katzenschläger ist gebürtiger Oberösterreicher, lebt im Burgenland, war 16 Jahre lang als Flugbegleiter auf der ganzen Welt unterwegs (mehrmals!) und hilft heute Menschen beim Träumen. Nicht im Schlag, im echten Leben. Nach einem zweistündigen Gespräch wird klar: es war höchst an der Zeit für ein Dreamicon Valley!

Wer bist du und was machst du?

Ich glaube, das spricht mir aus der Seele: Was ist wirklich unser Leben, was tun wir hier? Das ist das Thema, das mich am allermeisten beschäftigt. Woher kommen wir, wohin gehen wir, was sind die tiefsten Fragen unseres Daseins? Ich bin eine Summe aus diesen Fragen.

Wieso diese philosophischen Ansätze?

Es hat ein elementares Erlebnis in meinem Leben gegeben. Den 26. Dezember 2004, als der Tsunami in Sri Lanka und Thailand alles weggeschwemmt hat. Damals war ich mit meiner Familie auf Reisen. Wir hätten dort sein sollen. Zum Glück waren wir es nicht. Was für mich aber blieb: Eines Tages will ich mir in die Augen schauen können und auf die Frage, was ich aus dem Leben gemacht habe, eine sinnvolle Antwort haben.

Ich musste allerdings feststellen, dass es nichts Materielles gab, das mich antrieb. Da wurde mir klar, dass es mein größter Traum war (und ist) anderen Menschen zu zeigen, dass man träumen darf. Zu sagen:

He, schau her, alles was du willst, kannst du auch machen.

Ich habe eine Ausbildung als Mentaltrainer begonnen, habe Bücher zu diesen Themen verschlungen, habe mir jeden Fachvortrag angesehen – ich habe gemerkt wie viel Forscherdrang in einem Menschen steckt. Der Forschergeist kommt bei den meisten viel zu kurz.

Wann hast du deinen Forschergeist entdeckt?

Bei mir hat das in der Kindheit begonnen. Obwohl es nicht viel Platz für Träume gab. Ich wuchs in einer typischen Arbeiterfamilie auf. Doch ich erkannte flott: ich will hinaus in die Welt. Als Kind war dann mein Traum – neben dem Profi-Fußballer zu werden – die Welt zu bereisen. Ich habe in Stammbücher geschrieben, dass ich Stewart auf einem Schiff werden möchte, um in die Welt zu kommen.

Zum Glück habe ich mich immer getraut zu sagen: ich probiere es. In unserer Gesellschaft wird man dazu angehalten „vernünftig“ zu sein – was immer das auch bedeuten mag. Jedes Mal, wenn ich die Dinge probiert hab, hat es jedenfalls funktioniert. Auch gegen die „vernünftige“ Meinung meines Umfelds.

Foto: Oleksandr Hnatenko Gnato

Foto: Oleksandr Hnatenko Gnato

Zum Beispiel?

Mit 19 Jahren, als ich die Fremdenverkehrsschule abgeschlossen hatte, plante meiner Mutter einen sicheren Job – bei einer Autobahnraststätte als Hotelassistent. Aber ich habe gesagt: Nein. Ich will hinaus, will etwas erleben. Ich möchte die Menschen dieser Welt und ihre Kulturen  kennen lernen.

Ich habe drei Bewerbungen geschrieben und prompt drei Zusagen erhalten. Ich war baff. Plötzlich steht man da und einem steht die Welt offen. Der Traum ist real geworden. Ein unglaublicher Impuls, der einen weiter treibt und sagt „Trau dich mehr!“. Und es funktioniert wieder und wieder. Das ist der Grund warum ich Leute ermutige zu träumen, aber gleichzeitig bereits kleine Schritte zu tun (baby steps).

Dann gab es da noch ein Erlebnis: In meiner Familie waren Bücher unüblich. Doch ich habe Bücher verschlungen. In Linz habe ich dann ein Werk von Karl Marx gefunden. „Das Kapital“ um 20 Schilling. Doch nach 20 Seiten hab ich das Buch weggelegt. Ich habe nicht einen Satz verstanden. Gar nichts. Ich habe das Buch zugemacht und 3 Jahre lang keines angegriffen. Aus Enttäuschung. Ich fühlte mich darin bestätigt, dass ich das Buch aufgrund meines Umfelds ja ohnehin nicht verstehen konnte. Irgendwann habe ich dann natürlich wieder gelesen.

Man kann sich nur selbst limitieren, kein anderer kann das.

Zurück zu deinen Bewerbungen, für welche der drei Angebote hast du dich entschieden?

Ich wurde Flugbegleiter. Dann bin ich plötzlich um die Welt geflogen. Mir wurde erzählt, dass meine Oma im Garten gestanden ist und nach oben gezeigt hat: „Schau, da fliegt der Bub!“, soll sie gesagt haben. Ich bin dankbar, dass ich die Zeit erleben durfte. 16 Jahre lang. Ich habe gesehen, wie klein die Welt eigentlich ist. Und, dass auf jedem Fleck dieser Erde fantastische Menschen leben. Alte Sprichworte wie zum Beispiel „Wie du in den Wald hineinrufst, so schallt es zurück“ stimmen voll und ganz. So banal es klingt.

Wenn man offen und freundlich auf Menschen zugeht, werden sie offen und freundlich sein. Da reicht es schon im Supermarkt zu grüßen.

 Wie hast du dieses Selbstvertrauen gefunden? Wie hast du deine Träume durchgebracht, obwohl dein Umfeld ein eher, sagen wir, realistisches war?

Aus einer Intuition heraus. Es war ein Gefühl. Ich habe nicht lange nachgedacht sondern ich habe mich getraut. Später habe ich begonnen nach Menschen zu suchen die ich „like-minded-people“ nenne. Nicht die klassischen Schulterklopfer, sondern jene, die dir auch ein ehrliches Feedback geben. Ich hab in manchen Situationen sehr schmerzlich erfahren müssen, was ein ehrliches Feedback bedeutet. Aber nur das bringt dich weiter.

Der Beruf hat mich ebenfalls geprägt. In der einen Woche in New York zu sein, in der anderen in Südafrika, ist auch für mich nicht immer normal gewesen. Ich kann mich an meine ersten Flüge erinnern. Ich war so dankbar. Etwas, das ich mir zum Glück erhalten habe ist meine Dankbarkeit. Ich bin dankbar für mein Leben, dass meine Familie da ist, dass meine Kinder da sind. Es ist ein Geschenk, das wir jeden Tag in die Hand bekommen.

Was ist Dreamicon Valley?

Mein Partner Hermann Gams und ich  haben 2007 eine Vision entwickelt, Menschen aus der ganzen Welt zusammenzubringen und ihnen eine Spielwiese zu bieten, wo sie ihre Träume spinnen können und damit Zukunftslösungen für unseren Planeten spielerisch gestalten.

Wir haben am Anfang gar nichts gehabt. Kein Budget. Nichts. Wir wollten eine Spielwiese haben.

Nach einem Besuch im Silicon Valley ist die Vision eines Dreamicon Valley entstanden. Anfang August 2009 haben wir dann gegoogelt. Es kamen keine Suchbegriffe. Mittlerweile ist es weltweit ein geflügeltes Wort. Dazu braucht es aber in erster Linie nicht uns. Eigentlich kann jeder Ort zum Dreamicon Valley werden und jeder Mensch  kann Träume entwickeln. Wir sind keine Consulter, keine Unternehmensberater. Wir sind auch nicht angetreten und haben gesagt wir sind Dream Developer. Das ist alles erst durch Tun passiert.

Bitte, was machst du dort? Was kann ich mir darunter vorstellen?

Als wir begonnen haben, war „träumen“ wie ein Schimpfwort. Das ist heute noch oft so. Es heißt dann: Du bist ja ein Träumer. Unsere Aufgabe war und ist es den Träumern eine Möglichkeit einzuräumen. So wie ich heute sage, ich freue mich dass meine Kinder Träumer sind. Weil wir damit assoziieren, dass du dich traust groß zu denken.

Wovon wir uns ganz klar distanzieren: Es ist nicht so, dass es reicht einfach zu träumen und alles weitere passiert von alleine. Man muss mit baby steps beginnen seinen Traum umzusetzen.

Von alleine passiert natürlich nichts. Es ist wichtig groß zu denken, aber danach zu handeln ist auch wichtig. Auch wenn du Fehler machst. Dazu wird es kommen. Deswegen: schau ob du Menschen findest, die solche Wege bereits gegangen sind. Frage nach Erfahrungen. Höre ihnen zu. Baue die Erfahrungen in deiner Reise ein. Die meisten Erfahrungen musst du ohnehin selbst machen.

DreamAcademia

dreamacademia.com
Was waren die größten Träume, die ihr mit Dreamicon Valley umgesetzt habt?

Ehrlich gesagt, wir haben keine Resultate vor Augen. Wir arbeiten in erster Linie mit passionierten Menschen zusammen, die Dinge verwirklichen möchten. Wir begleiten nur. Wie beim Kochen: am Ende ist es oft nur eine Prise Salz und sehr viel Liebe.

Wenn wir diese Prise Salz sind, dann ist das gut.

Aber ich will es nicht darauf reduzieren.

Wie häufig triffst du auf jene Personen die noch immer sagen: „Der ist ja ein Spinner. Meine Güte, das Träumen ist gut und schön aber muss man nicht von etwas leben?“ 

Wie soll ich sagen. Wir sind eine Forschungsstation. Wir erheben nicht den Anspruch auf Richtigkeit. Ganz im Gegenteil. Wir beobachten viel. Die Art der Träume hat sich ja auch verändert. Jene Träume, die sich unsere Großeltern und Eltern für uns gewünscht haben sind zum Großteil erfüllt. Viele Menschen in unserer Region haben täglich mehr als genug zu essen und das sieht man auch. Wir können Wasser aus der Leitung trinken. Wir können uns entscheiden ob wir in eine Kirche gehen oder nicht. Wir haben einen Standard, der ist unglaublich hoch. Trotzdem sehe ich wenige  Menschen die einen glücklichen Eindruck vermitteln. Damals ging es ums Aufbauen. Heute geht es vermehrt um die Sinnfrage. Aber das kann man nicht sinnvoll in der Öffentlichkeit diskutieren. Das ist eine der größten Herausforderungen. Aber darum geht es ja. Wenn man auf einem neuen Feld etwas anbauen will, wird man nicht gleich das gesamte Feld bestellen, sondern sich eine kleine Fläche suchen und auf dieser testen. Wenn das funktioniert hat, dann wird man erweitern. Genau so sehe ich unsere Aufgabe im Dreamicon Valley. Wir experimentieren mit vielen Möglichkeiten und gemeinsam mit vielen Menschen mit Passion und Leidenschaft.

Foto: Manuel Gruber DREAMA TV

Foto: Manuel Gruber DREAMA TV

Aber sind Ausreden nicht bequem? Ertappst du dich selbst ab und an dabei zu sagen: das ist kein Traum, das ist ein “Schmarrn”? 

Ich sehe den Traum als sprachliches Bild. Der Traum soll keine Erklärung sein, um zu überzeugen. Würdest du sagen: das ist mein Ziel, kommt in vielen Fällen jemand, der nach Milestones verlangt. Mit dem Bild eines Traumes kannst du bereits in einer sehr frühen Phase alle Normen über Bord werfen. Das ist in unserer Gesellschaft selten, die Erlaubnis zu haben, im absoluten Idealzustand zu denken. Und das Werten liegt mir nicht. Was ist das schon? Wir sind alle Individuen, deswegen ist jede Interpretation gültig. Jeder darf sein Leben so leben wie er will. Jeder darf Träume definieren wie er will. Ganzheitliches Denken beinhaltet aber auch, sich die Auswirkungen der eigenen Träume auf die Allgemeinheit vor Augen zu halten und die Verantwortung dafür zu übernehmen.

Ein persönliches Beispiel: Ich hab immer gesagt, ich hätte gerne einmal in der Nationalmannschaft Fußball gespielt. Real gesehen war dieser Traum natürlich weit weg. Eines Tages, nachdem ich meiner Frau von diesem Traum erzählt habe, rief ein Bekannter an und sagte mir, es gibt ein Ländermatch zwischen den Touristikern von Österreich und der Schweiz. Na was glaubst du wie ich reagiert habe? Noch dazu haben wir in Salzburg im Stadion gespielt, mit Trikots, Blasmusik und allem drum und dran. Ich wäre damals auch zu Fuß nach Salzburg gegangen um zu spielen. Es war ja mein Traum. So einfach kann es sein. Sag niemals nie! 

Und eines noch: Man muss Träume loslassen können. Wenn dir auf deinem Weg etwas anderes zufällt und du dich weiterentwickelst, lerne es anzunehmen. Ein elementarer Wert unseres Handelns ist Serendipity = der glückliche Zufall.

Viele Menschen leben ja nach dem Sprichwort „Wenn das Wörtchen Wenn nicht wär, wär ich heut schon Millionär“ und leiden unter dem „Hätti-wari“-Faktor, der in Österreich ja recht groß ist. Wie siehst du das? 

Hätti-wari, das habe ich aus meinem Leben gestrichen. Wenn du etwas tun willst, gibt es immer Möglichkeiten es zu verwirklichen. Ich achte nicht auf meine Limitierung, sondern auf meine Möglichkeiten. Ich kann nie sagen: Hätte ich, dann… In bestimmten Lebenssituationen sind bestimmte Entscheidungen zu treffen. Nur weil ich gewisse Dinge noch nicht gemacht habe, heißt das nicht, dass ich sie nicht noch machen kann.

Foto: Stefan Dworak

Foto: Stefan Dworak

Weil du schon einmal erwähnt hast, dass du dankbar bist: Jetzt heißt es bei uns gerne, wenn man schon träumen darf und wenn ich schon könnte was ich wollte, dann lieber protzen und klotzen. Ab in die USA, ich werde der nächste Bill Gates. Diese Konjunktiv-Inflation. Bleiben wir kurz dabei. Warum bist du eigentlich im Burgenland geblieben, wenn du denn auch „so viel können würdest“? 

Eines der ersten Dinge, abgesehen von dem Glück 18 Jahre intensiv reisen zu dürfen, war, das ich gesehen habe, wie einzigartig dieses Stück Land hier ist. Meine Frau und ich haben immer gesagt, dass wir uns die Offenheit behalten woanders hinzugehen, wenn wir einen Platz finden, der uns besser gefällt. Man darf ja nicht nur den kleinen Bereich sehen, sondern das Gesamte. Österreich ist ein unvergleichbarer Platz. Auch das Burgenland. Wir wohnen mitten am Land und 30 Minuten entfernt haben wir Wien, eine Weltstadt. Wir trinken Wasser aus der Leitung, haben einen Reisepass, haben hohe Sicherheitsstandards. Und darüber hinaus, seitdem 1989 der eiserne Vorhang gefallen ist, wohnen wir nicht mehr in der Sackgasse von Westeuropa, sondern wir wohnen im Zentrum Europas. Wir sind in Amerika genau so schnell wie in China. Eine Lage, die besser gar nicht sein kann. Damit hat sich das für mich nie in Frage gestellt.

Diesen Punkt, dass man, wenn man was Großes will, nach Amerika gehen muss, hätte ich vor 20 Jahren noch unterstrichen. Doch heute, im Zeitalter von Internet und Hochtechnologie, ist es herzlich egal wo du sitzt.

Jeder Ort, wo Menschen zusammenkommen, die an etwas glauben, ist der richtige Ort.

Jetzt gibt es viele, die das natürlich gerne auch so sehen würden, aber sagen: ich habe keine Zeit zu träumen. Ich arbeite, muss eine Familie ernähren. Ich habe reale Probleme, da ist kein Platz für Hirngespinste. Was antwortest du solchen Menschen?

Verstehe ich vollkommen, weil ich selbst eine Familie mit zwei Kindern habe. Ich merke einfach, dass die Herausforderung, sich etwas zu trauen sehr groß ist. Aber bei vielen Dingen geht es nicht gleich um die großen Dinge. Man kann klein beginnen. Wenn man ein Abenteuer erleben will muss es nicht gleich Amerika sein. Kauf dir ein Bahnticket und fahre nach Bratislava, oder Salzburg. Und dann schau einmal was du dort machst. Es können wirklich kleine Schritte sein. Die Grenzen beginnen immer in unseren Köpfen, weil man immer Ausreden finden wird. Viele sagen immer: ich selbst kann es nicht tun. Es kann aber auch kein anderer für einen tun.

Ich rechtfertige mich auch nicht mehr vor anderen.

Ich weiß, dass wenn ich heute Abend sterben würde, es das Risiko wert war.

Kannst du dir eigentlich vorstellen, dass es Menschen gibt, die gar keine Lust haben zu träumen?

Es steckt natürlich nicht in jedem Menschen, große Träume anzugehen, aber das ist auch nicht entscheidend. Wenn du mit deinem Leben glücklich bist freue ich mich mit dir. Wir übersehen dabei oft nur, dass in uns wesentlich mehr steckt als wir es jemals vermittelt bekommen haben.

Das heißt, man sollte außerhalb des Systems denken?

Für mich ist es wichtig meiner Passion nachzugehen und mein Leben mit voller Energie zu leben. Wenn ich sehe wie Menschen bereits in jungen Jahren die Jahre und Monate rechnen, bis sie in Pension gehen können, dann stimmt doch etwas ganz Gravierendes nicht. Unsere Systeme sind nach den Denkmustern der industriellen Revolution ausgerichtet und derzeit sind wir im nächsten Evolutionsschritt der Menschheit. Da braucht es neue Ansätze und Zugänge. Da braucht es den Mut von Grund auf neu zu denken und zu handeln..

Nehmen wir das Beispiel „Job creation“ – wie verrückt ist das eigentlich? Wenn man sich die naive Frage stellt: Was soll das? Da arbeiten wir daran, möglichst viele Parts unserer Jobs von Maschinen erledigen zu lassen und dann füllt man die Zeit mit Aufsehern von Aufsehern von Aufsehern. Nur damit man ja die Zeit, die als Arbeitszeit irgendwann definiert wurde, auffüllt. Warum geht das nicht anders?

Beispiel Landwirtschaft: Vor 100 Jahren haben 100 Leute auf einem Feld gearbeitet. Heute nur mehr 3. Was machen wir mit dem Rest? Werden es wieder die Aufseher der Aufseher? Dazu ein Buchtipp: Federico Pistono – Robots will steal your jobs but thats okay.

Glaubst du, dass es sich dabei vielleicht einfach auch um Beschäftigungstherapie für die Masse handelt?

Möglicherweise (lacht) Es ist eine große Herausforderung mit Freiraum umzugehen. Sieh dir die Schule an: anhand der Stundenpläne und inklusive Hausaufgaben ist das Leben ja bereits vollgepflastert. Man gewöhnt sich an die Dinge. Deswegen ist es für viele auch schwierig einen Traum überhaupt formulieren zu können.

Ganz was anderes: Wärst du gerne richtig, richtig reich?

Ich bin immens reich. Ich bin gesund, habe eine fantastische Familie, habe jeden Tag etwas zu essen und darf mit fantastischen Menschen an der Zukunft dieses Planeten arbeiten.  Ich habe viele sehr herausfordernde Situationen erlebt. Ich habe es aber irgendwann geschafft loszulassen und diesen Werten nicht so viel beizumessen. Warum nimmt man sonst einen neuen Kredit auf ein abbezahltes Haus auf? (lacht) Es gibt so viel Wichtigeres. Reichtum findet auf einer ganz anderen Ebene statt.

Das gedruckte Geld ist auch nur ein akzeptierter Wert. Im Dreamicon Valley haben wir uns diese Symbolik zu Nutze gemacht und investieren deshalb in jedes unserer Talente 1 Million Dollar. Symbolisch. Stell dir einfach vor du könntest jetzt alles machen und bist Investor. Wie investierst du deine Lebenszeit und deine Energie. Das Limit ist nur dein Denkvermögen.

Wie definierst du Helden und würdest du dich als Held bezeichnen?

Damit reduziert man schon wieder. Man wertet. Man versucht immer zu sagen: das sind „die“. Jeder Mensch ist ein Held. Wenn du überlegst wie groß die biologische Wahrscheinlichkeit ist, dass du heute da bist, bist du schon ein Held. Im Moment deiner Produktion hast du dich gegenüber Millionen von anderen durchgesetzt. Wenn du da kein Held bist (lacht)

Natürlich, so sehen wir das ja auch. Natürlich bist auch du ein Held ☺

 

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